4. Future Business Summit - Ergebnisse

Thomas Willemsen

Wie verändern die Digitalisierung und die Autonomisierung von Wertschöpfungsketten den Maschinenbau bis 2030? Antworten vermittelte der 4. VDMA Future Business Summit. Vorträge und Bilder zum Download    :: Für Mitglieder

Industrie 4.0 konsequent zu Ende gedacht bedeutet die vollständige digitale Durchdringung der Wertschöpfungskette und letztlich ihre Autonomisierung. Welche Ausprägungen das in Zukunft haben kann, zeigt die aktuelle Szenariostudie „Autonomisierte Supply Chain 2030“ von VDMA Future Business und Fraunhofer ISI, die am 20.-21.03. exklusiv auf dem 4. Future Business Summit veröffentlicht wurde. Von Plattformökonomie und Blockchain über autonome Mobilität bis hin zum Datenmanagement – auf dem Future Business Summit wurde deutlich, warum das alle Maschinen- und Anlagenbauer betrifft!

Szenariostudie entwirft Zukunftsbilder
Basis für die Diskussionen waren die Ergebnisse der Szenariostudie „Autonomisierte Supply Chain 2030". In einer Workshopreihe mit Experten aus Forschung, Maschinenbau und Kundenbranchen wurden vier Szenarien herausgearbeitet, die darlegen, wie „Autonomisierung“ für den Maschinen- und Anlagenbau wirken kann. Dabei zeigte sich: Für die digitale Wettbewerbsführerschaft wird entscheidend sein, ob es Unternehmen gelingt, in den Aspekten Cyber Security, Stammdatenqualität, Internet-Infrastruktur und digitaler Zwilling zu überzeugen. Neben technischen Differenzierungskriterien sind zudem auch die Aspekte Kundennutzen, neue Akteure, weltweite politische Rahmenbedingungen und die globale wirtschaftliche Entwicklung ausschlaggebend für die Realisierung der autonomisierten Supply Chain.

Top-Referenten gehen der Transformation von Wertschöpfungsketten auf die Spur
Die Studienveröffentlichung wurde flankiert von Expertenvorträgen aus Forschung und Praxis. Sie skizzierten Lösungsansätze und Technologien rund um den Megatrend der autonomisierten Supply Chain:

  • Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter, Fraunhofer IML, gab Einblicke in die Forschung beim IML und die Zukunft von Supply Chains.
  • Johann Soder, Geschäftsführer Technik, SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, zeigte, wie SEW Eurodrive mit autonomen Fahrzeugen die smarte Fabrik schon heute realisiert.
  • Dr. Chung Anh Tran, Deutsche Bahn AG, gab Einblicke in das Projekt EDDI, bei dem Platooning im Realbetrieb erprobt wird.
  • Dr. Johannes Hinckeldeyn, Technische Universität Hamburg, erörterte, wie Blockchains die Logistik transformieren.
  • Dr. Martin Holland, PROSTEP AG, veranschaulichte anhand einer Live Demo, wie Blockchain, 3D-Druck und Cyber Security im Projekt SAMPL zusammenkommen. 
  • Lothar Gebhard, SALT Solutions AG, demonstrierte, wie SALT die vernetzte Logistik über System- und Unternehmensgrenzen versteht.
  • Christian Janke, DroneMasters GmbH, beleuchtete, wie Drohnen die „letzte Meile“ überwinden.
  • Klaus-Herbert Rolf, 365FarmNet GmbH, griff das Thema der vernetzten Agrarplattformen auf.

Logistik 4.0 – Zukunft hautnah erleben
Als Highlight neben dem Vortragsprogramm und einer Podiumsdiskussion gab es eine Führung durch das hochmoderne Innovationslabor des Fraunhofer IML. Dort könnten die Teilnehmer neue Technologien für die Logistik, die Produktionsorganisation und die Arbeitswelt von morgen "live" erleben – vonn Drohnen und ihren Einsatzmöglichkeiten im Lager über 3D-Druck bis hin zu Augmented Reality. 

Die wichtigsten Erkenntnisse haben wir in einer Pressemitteilung zusammengestellt.

Die Vorträge stehen Mitgliedern hier als Download zur Verfügung.

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